Christina Späti ist ordentliche Professorin an der Fakultät Geschichte der FernUni Schweiz sowie Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Freiburg. Sie promovierte und habilitierte sich an der Universität Freiburg und war zwischendurch als Gastwissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin, der McGill University und der Harvard University tätig. Von 2014 bis 2026 war sie Studiengangsleiterin des Bachelors in Geschichte und seit 2021 Dekanin der Fakultät Geschichte der FernUni Schweiz.
Neben den Arbeiten an der Dissertation zum Verhältnis der schweizerischen Linken zum Nahostkonflikt und der Habilitation zur Sprachenpolitik in der Schweiz und Kanada arbeitete sie in verschiedenen Forschungsprojekten zu Gender, Antisemitismus und Orientalismus in der Schweiz, Sprache und Identitätspolitik, Wiedergutmachung an schweizerischen Opfern des Nationalsozialismus sowie zur Geschichte der Frauen des Arbeitslagers Velten.
Christina Späti fungierte als Gutachterin für verschiedenen Stiftungen, Forschungsfonds und wissenschaftliche Zeitschriften, u.a. Schweizerischer Nationalfonds, Social Sciences and Humanities Research Council (Canada), Berta Karlik-Programm der Universität Wien; Bundesministerium für Bildung und Forschung; L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft; Language and Society; Neue politische Literatur; ReOrient; Le mouvement social; Revue transatlantique d’études suisses; Schweizerische Zeitschrift für Geschichte; traverse; Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften; European Contemporary History; Historisches Lexikon der Schweiz; Revue d’histoire de la Shoah. Ausserdem ist sie Mitglied verschiedener Experten- und Steuerungsgruppen, so etwa der Unabhängigen Expertenkommission (Beirat Provenienzforschung) der Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich (seit 2025), des Herausgeberkomitees Seismo-Reihe / collection «Sozialer Zusammenhalt und kultureller Pluralismus / «Cohésion sociale et pluralisme culturel» (seit 2025), der Jury für das Wettbewerbsverfahren «Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus – Ein Erinnerungsort in der Stadt Bern» (seit 2024), der Evaluationskommission Sciex, Swiss National Science Foundation (2024/25), der Projektbegleitgruppe (Beirat) für das Projekt «Moderne Zuger Kantonsgeschichte» (seit 2024), des Wissenschaftlichen Beirats des Forschungsprojekts «Die Wirkung der Wiedergutmachung. Eine deutsch-jüdische Erfahrungsgeschichte», Touro University Berlin (2024-2025) sowie der Evaluationskommission DOC.CH, Swiss National Science Foundation (2023-2024).
Aktuell forscht Christina Späti zu den Schweizer Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und zum Verhalten der Schweizer Diplomaten im Zusammenhang mit der Unterstützung von Nazi-Opfern, zur Geschichte der Frauen im KZ-Aussenlager Velten sowie zum Antisemitismus in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert.
Ausserdem arbeitet sie zusammen mit ihrer Forschungsassistentin Sophie Küsterling an einem Forschungsprojekt zur Entstehung von «Rassen»-Konzeptionen in der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Lesen Sie veröffentlichte Medien-Artikel, in denen Prof. Dr. Christina Späti Fragen zum Nahost-Konflikt und den Auswirkungen auf die Schweiz beantwortet.
Fakultät Geschichte